Es ist in letzter Zeit ruhiger geworden hier in unserem Blog. Das liegt daran, dass es auch im Haus ruhiger geworden ist. Dass das, bei bestehenden Mängeln, kein besonders gutes Zeichen ist, lässt sich nicht wirklich verschweigen.

Dennoch gab es keinen totalen Stillstand. Während wir uns um den Außenbereich kümmerten, telefonierten wir immer wieder mit dem Kundenservice von Bien Zenker, bzw. genauer gesagt, mit unserem persönlichen Kundenbetreuer Herrn Kosch.

Bien Zenker kümmert sich

Was ist also aus unserem Credo „Bien Zenker kümmert sich“ geworden? Wir würden lügen, wenn wir behaupten würden, dass es nicht stimmt, denn Bien Zenker gibt sich wirklich Mühe damit, dass unsere Mängel beseitigt werden. Leider dauert dies teilweise länger als erwartet, aber immerhin geschieht es.

Mit Herrn Kosch haben wir zudem einen Kundenbetreuer gefunden, der wirklich daran interessiert ist, dass es uns in unserem Haus gut geht und wir glücklich mit allem werden. Auch er hat aber leider keinen großen Einfluss auf die Terminvergabe und die Lieferung von bestellten Dingen.

Mängelbeseitigung

Was man jedoch wirklich sagen muss: es gibt bzw. gab nie wirklich einen kompletten Stillstand. Ja, wir mussten auf einige Termine sehr lange warten – und bis heute ist noch nicht jeder Mangel beseitigt worden – aber wir sind immer Informiert, wie der aktuelle Stand ist und hatten nie das Gefühl, dass wir „links liegen gelassen“ werden. Im Nachfolgenden möchte ich kurz über die behobenen und noch bestehenden Mängeln berichten.

Duschtüren

Seit März haben wir nun auch endlich alle Duschtüren. Dass dies so lange gedauert hat, lag daran, dass unser Bauleiter vergessen hatte die Firma zu informieren, als die Bäder fertiggestellt wurden. Zum Glück konnten wir in der Zeit im OG duschen, da die Dusche in der Nische kaum Wasser im ganzen Bad verteilt hat.

Kundendienst

Das wichtigste für uns war eigentlich der Kundendienst, denn dieser kümmerte sich um die meisten Mängel, die zwar eher klein waren, aber aufgrund der Häufung doch sehr nervig.

Mittlerweile war der Kundendienst zwei Mal vor Ort. Das erste Mal Anfang März – also 3 Monate nach Hausübergabe – und dann erst letzte Woche wieder.

Nachfolgende Mängel wurden vom Kundendienst behoben:

Das Rollo an der Terrassentür lief schief, während das Rollo im Zimmer unserer Tochter leider gar nicht mehr ging (dieses blockierte plötzlich von dem einen auf den anderen Tag). Ebenso funktionierte das Rollo im Treppenhaus nicht. – Leider konnte das Rollo im Treppenhaus erst bei dem zweiten Termin repariert werden – hier hatten wir also 6 Monate lang kein natürliches Licht im Flur…
Wie wir übrigens beim ersten Termin erfuhren, scheint Bien Zenker öfters Probleme mit den Rollläden zu haben. Die Firma Grießbach, die bei uns zur Reparatur vor Ort war, berichtete uns, dass für die restliche Woche nur Rollläden-Probleme zur Behebung geplant sind.

Neben den Rollläden wurden noch ein paar Türen korrekt eingestellt und die defekte Dichtung an der Terrassentür ausgetauscht. Weiterhin wurden Macken in der Treppe ausgebessert und Silikon an der Badewanne und Haustür nachgezogen. Die Macke am Türrahmen unseres Sohnes konnte leider nicht adäquat repariert werden, weshalb wir hier beim zweiten Termin einen neuen Türrahmen bekamen.

Ein Mangel, der sich später gar nicht als Mangel herausstellte, war die Regenrinne. Hier lief das Wasser an allen möglichen Stellen (aber immer unterhalb) heraus und auch Herr Kosch vermutete hier einen Defekt und wollte zum zweiten Termin die Regenrinne tauschen lassen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Regenrinne schon nach der kurzen Zeit voller Laub war und somit das Wasser durch die Verstopfung nicht ablaufen konnte. Wir haben hier direkt einen Regenrinnenschutz bestellt, damit dies nicht nochmal auftritt.

Weiterhin gab es noch einen Mangel, der uns später erst aufgefallen ist: Die Siphons im Hauptbad wurden falsch montiert uns sitzen schief im Schrank. Dadurch funktioniert hier keine Geruchssperre und es kommt immer mal wieder übler Abfluss-Geruch hoch. Dieser Mangel wurde leider noch nicht behoben, da erst Raumspar-Siphons bestellt werden mussten.

Haustür bzw. Automatikschloss und Fingerabdrucksensor

Ein Problem, welches uns wirklich extrem gestört hatte, war das nicht funktionierende Automatikschloss mit dem Fingerabdrucksensor. Der Kundendienst war zunächst dafür eingeteilt den Fehler zu beheben, konnte uns jedoch nicht weiterhelfen, weil es sich um einen elektronischen Defekt handelte. Das war für uns eigentlich offensichtlich, weshalb wir bis jetzt noch nicht verstehen, warum der Hersteller Keratür nicht direkt informiert wurde.

Durch diese Verzögerung wurde der Fehler erst am 10. Mai behoben. Auch hier hatten wir also 6 Monate waren müssen, bis die Tür korrekt funktioniert. Aber tut sie das wirklich? Nun ja, Keratür hat zwar den Fehler korrigiert, also das Automatikschloss und der Fingerabdrucksensor funktionieren nun, dabei haben sie aber ein Kabel umstecken müssen und somit eine Funktion außer Kraft gesetzt, welche wir zunächst gar nicht brauchen: Theoretisch kann man an die Tür noch Loxone oder ein ähnliches System anschließen, wodurch sich die Tür ebenfalls öffnen lässt.

Da diese Funktion bei uns nicht geht, will Herr Kosch sich darum kümmern, dass dies noch korrigiert wird. Zwar benötigen wir diese Funktion aktuell nicht, doch wie es zukünftig aussieht, kann man ja nicht genau wissen 😉

Malerarbeiten

Ein Punkt, der uns am meisten beschäftigt sind – Überraschung! – die Malerarbeiten. Als Herr Geis vor Ort war und sich die Katastrophe angesehen hat, die der Malermeisterbetrieb Huther hinterlassen hat, konnte auch er nur noch mit dem Kopf schütteln.

Nachdem die Firma uns so viele Nerven und Stundenlanges Putzen gekostet hat, hätten wir uns geweigert, dass auch nur einer dieser Mitarbeiter einen Fuß in unser Haus setzt. Bis heute haben wir übrigens nichts von Herrn Huther persönlich gehört – weder eine Entschuldigung, noch sonst irgendetwas.

Bien Zenker hielt hier auch Wort, kündigte dem Malerbetrieb unseren Auftrag und kümmerte sich um eine alternative Firma, die die Fehler beseitigen sollte. Leider ist es in der aktuellen Zeit sehr schwer eine Firma zu finden, die diese Aufgabe meistern kann, da alle Firmen extrem volle Auftragsbücher haben. Zum Glück haben wir nun jedoch eine Firma gefunden, die sich unseren Mängeln annehmen möchte. Nur warten wir hier auch noch auf einen Termin.

Die Schadensbeseitigung sieht übrigens so aus, dass wir wohl für mehrere Wochen eine Großbaustelle haben werden, denn es ist hier nichts mehr zu retten. Das gesamte OG wird neu gemacht, genau so wie der Flur, das Treppenhaus und das Büro. Der Maler muss alles runterreißen, abschleifen und von Vorne beginnen. Grauenvoll!

Aktuell ist noch in Klärung, wie es mit dem Wohn-/Essbereich und der Küche aussieht. Hier wird gerade geprüft, ob die Mängel auch für eine Komplettsanierung reichen.

Die Kosten (laut dem neuen Malerbetrieb etwa 40.000€), werden übrigens – zu Recht – dem Meistermalerbetrieb Huther in Rechnung gestellt… An dieser Stelle müssen wir sagen, dass wir unglaublich froh sind, dass wir schlüsselfertig mit Bien Zenker gebaut haben und wir uns somit nicht selbst mit dieser unfähigen Firma rumärgern müssen.

Heizung – Es ist zu Warm, aber das Wasser ist zu kalt

Was sollen wir groß sagen? Mit der PROXON von der Firma Zimmermann stehen wir ein wenig auf Kriegsfuß. Aber nur bei einem der zwei Probleme ist wirklich die Heizung selbst dafür verantwortlich – und alle noch ratlos.

Das Wasser ist zu kalt

Zunächst aber zur Wassertemperatur: Wir haben – gerade an den kälteren Tagen – immer das Problem gehabt, dass das Wasser oft zu kalt war. Das passierte immer dann, wenn man gebadet hat und sich dann im Anschluss daran in der Badewanne die Haare waschen wollte. Auch war es nach dem Baden nicht mehr möglich duschen zu gehen. Wenn zwei Personen direkt hintereinander geduscht hatten, wurde es für die dritte Person eng mit warmen Wasser.

Hier informierten wir Herrn Kosch, welcher sofort Rücksprache mit der Firma Zimmermann hielt. Als die Firma Zimmermann vor Ort war, stellte diese recht schnell fest, dass der Heizstab, der für das erzeugen des warmen Wasser zuständig ist, viel zu klein für unsere Badewanne dimensioniert ist. Die PROXON arbeitet so, dass das Wasser durch die Abwärme erwärmt wird. Zusätzlich gibt es den Heizstab, der, wenn die Abwärme nicht reicht (was gerade im Winter der Fall ist), das Wasser zusätzlich erhitzen soll.

Hier ist wohl bei der Bemusterung etwas schief gelaufen, denn eigentlich hätten wir für die große Eckbadewanne einen größeren Heizstab kaufen müssen. Dieses Standard-Vorgehen ist aber wohl durch mehrere Instanzen durch die Prüfung gerutscht.

Da Bien Zenker diesen Fehler einsieht, wird der Heizstab nun auf Kulanz getauscht – vielen Dank an dieser Stelle! 🙂

Es ist einfach zu warm!

Grundsätzlich haben wir im Haus gute Luft. Ja, wir mussten uns etwas daran gewöhnen, weil die Luft sich anders „anfühlt“. Man hat das Gefühl, dass die Luft trocken ist – was aber nicht der Fall ist. Aus diesem Grund haben wir in zwei Räumen Thermometer stehen, die uns auch die Luftfeuchte anzeigen.

Was aber für uns überhaupt nicht geht, ist die unfassbare Wärme, gerade in den Schlafräumen. Obwohl über den Tag die Schlafräume (gerade das Elternschlafzimmer) kaum genutzt werden, sind diese immer zwischen 22 und 23 Grad warm. Die Heizung scheint es nicht zu interessieren, welche Temperatur wir einstellen – egal ob im Wohnzimmer oder sonst wo, es wird scheinbar einfach ignoriert. Dabei ist es auch egal, ob die Außentemperatur 8 Grad oder 29 Grad beträgt.

Hierzu war bereits ein Techniker vor Ort, der uns jedoch nur etwas vom „Kaminprinzip“ erzählte, weshalb das OG so warm ist. Wieso aber die kühle Luft, die ja aus der Anlage in die oberen Räume gepumpt wird, den Raum nicht kühlt, konnte er uns auch nicht so wirklich erklären.

Wir stellten nun alle Räume auf eine Soll-Temperatur von 18 Grad, damit es so kühl wie möglich werden sollte. Der kühlste Raum (Wohnzimmer), war hier aber immer noch mind. 20,5 Grad warm…

Also platzierten wir das Thema erneut bei Herrn Kosch, der auch der Meinung ist, dass es so nicht richtig sein kann. Also hatten wir ein weiteres (telefonisches) Gespräch mit der Firma Zimmermann, die uns nun mitteilte, dass wir – bei einer Außentemperatur von 15 Grad – bereits jetzt die Kühlfunktion aktivieren müssten. Gesagt, getan. Leider brachte dies aber keinerlei Besserung – eher im Gegenteil: wir verbrauchen jetzt mehr Strom…

Nach Anraten von Herrn Kosch, sollen wir auf den Monteur warten, der den Heizstab demnächst tauscht und ihn auch nochmal darauf ansprechen…

Generelles

Uns fällt auf, dass wir in diesem Blog über viele Mängel zum Ende hin berichten und es so aussehen könnte, dass wir sehr unzufrieden sind. Das ist einfach dem geschuldet, dass sich nunmal einige Mängel bei uns angesammelt haben. Die meisten davon würden wir jedoch als nicht kritisch bezeichnen und fast alle wurden ja auch schon behoben. Wenn nun die Malerarbeiten und das Wärme-Problem behoben werden, sind auch die letzten Punkte abgeschlossen und unser Haus ist dann endlich Mängelfrei.

Wir lieben unser Haus und wohnen sehr gerne in diesem. Wir sind immer noch froh, dass wir uns für Bien Zenker entschieden haben und würden uns jederzeit wieder hierfür entscheiden. Denn Bien Zenker hat sich uns als kompetenter und helfender Partner erwiesen. Gerade die Mitarbeiter (ganz speziell Herr Begoug, Herr Geis und Herr Kosch) sind sehr kompetent und kämpfen tatsächlich für unsere Kundenzufriedenheit. Es wird ganz offen angesprochen, wenn Bien Zenker „Mist“ gebaut hat bzw. sich für etwas verantwortlich fühlt.
Wir sagen z.B. immer – auch gegenüber Bien Zenker selbst – dass wir Bien Zenker nicht für die Arbeiten des Malers verantwortlich machen, dennoch kommt immer ein „doch, sind wir, denn wir haben die Firma engagiert“ zurück.

Das Ganze gibt uns einfach ein gutes Gefühl. Fehler passieren überall und bei allen Hausbau-Firmen – durch unsere Aktivität bei Instagram wissen wir auch, dass wir in guter Gesellschaft sind bzw. unsere Mängel noch locker überboten werden können – wichtig ist jedoch, wie eine Firma mit den Mängeln umgeht. Und da hören wir tagtäglich, dass es Hausbaufirmen gibt, die nicht so wie Bien Zenker agieren und man schnell das Gefühl bekommt, kurz vor einem Rechtsstreit zu stehen…

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